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Geschrieben von: Kai Muehleck
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Dienstag, den 24. August 2010 um 19:25 Uhr |
 Ca. 60 Aikidoka aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich auch in diesem Jahr wieder in Breitnau (bei Freiburg) – um eine Woche lang auf 1000 Meter Höhe miteinander zu trainieren. Vom 14.-20.08 hieß es dann: »Aikido extrem im Land der Kuckucksuhren.« Bereits neun Jahre in Folge findet der wahrscheinlich wichtigste und intensivste Lehrgang des ACI (Aikido Cooperation International) nun schon statt, das Domizil des Kurgästehauses der BASF hat sich als idealer Übungsplatz herausgestellt. In der Sporthalle sind ausreichend Matten eingelagert – sodass Sommer für Sommer nur eine einzige Anhängerladung weiterer Tatamifläche von Siegen ihren Weg zum Hochschwarzwald und anschließend wieder zurück finden muss.
Auf die Verpflegung im Kurgästehaus freue ich mich bereits schon ein Jahr im Voraus: das reichhaltige Büffet am Morgen und Abend lässt wirklich keine Wünsche offen – auch geschmacklich ist das Essen zwischen unglaublich gut und legendär einzustufen. Und bei der Höhenluft und täglichen 6 Stunden Training (aufwärts) hat man natürlich besonders Appetit.
Einen freien Nachmittag gewährt Shihan Reiner Brauhardt (8. Dan) voll der Gnade seinen Schülern – viele fahren dann an den Titisee, erklimmen den nahegelegen Feldberg, gehen Minigolfen oder machen das schöne Freiburg unsicher. Am Abend locken eine Kegelbahn und die hauseigene, urige „Schwarzwaldstube“ noch zum Verweilen und gemütlichen Beisammensein ein. Auch das ist ein wichtiger Teil des Sommerseminars: das gegenseitige Kennenlernen bzw. freudige Wiedersehen und viele lange Gespräche. In diesem Jahr trat auch an zwei Abenden eine »Einmannband« mit Keyboard auf – je später der Abend wurde, desto stärker bevölkerte sich dann auch die Tanzfläche, auch wenn die Musik (oder ihre künstlerische Interpretation) nicht jedermanns Geschmack war. Die Alternative zur Freizeit heißt in Breitnau schlicht und einfach trainieren: Man kann bereits vor dem Frühstück mit Qigong beginnen und bis in den späten Abend hinein das Iai oder Bokken schwingen, denn neben den intensiven und fordernden „regulären“ Trainingsstunden gibt es für alle Wagemutigen immer zusätzliche Angebote: Man kann auch auf hohem Niveau die Grundhaltetechniken (Katame Waza) üben und seine Waffenkatas auffrischen. Und dann gibt es noch ein Schwimmbad und eine Sauna im Haus – und angeblich, so hörte ich munkeln, kann man sich sogar massieren lassen. Ein Service, den im Laufe der Woche viele Aikidoka zu schätzen wissen, wenn durch das viele Training sich alte und neue Wehwehchen die Hände schütteln. Das Sommerseminar in Breitnau lohnt sich: Man kann in dieser einen Woche Intensivtraining mehr lernen als in mehreren Monaten zu Hause auf der Matte. Nirgendwo sonst (wir reden hier von ACI-Lehrgängen) findet man so viele Danträger und fortgeschrittene Aikidoka in einer solchen Arbeitsatmosphäre versammelt. Das Repertoire der Hebel und Würfe reicht dabei von Basistechniken bis zu seltenen oder noch nie gesehnen Übungen.
Und auch gleichermaßen gefürchtet wie spannend sind übrigens die Dan- und Kyuprüfungen, die jährlich in Breitnau teils öffentlich, teils hinter verschlossenen Türen abgehalten werden. Wer das einmal (oder mehrere Male) auf sich genommen hat, ist wirklich an seine Grenzen gegangen und wird, so ist zu hoffen, auf dieses Ereignis noch lange mit Stolz zurückblicken. Nächstes Jahr zum 10jährigen wird es vermutlich ein paar besondere »Knaller« geben – Sensei Reiner Brauhardt hat bereits vage angedeutet, dass es unter anderem auch Vorführungen geben wird. Man darf gespannt sein! Der Termin für 2011 steht jedenfalls schon fest: 6.-12.August heißt es wieder: Breitnau – wir kommen! |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. August 2010 um 18:01 Uhr |